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Traumjob Lkw-Fahrer: Die Besonderheiten des Berufs

LKW-fahrerin
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Das Berufsbild Lkw-Fahrer steht vor einer großen Herausforderung. Denn viele Stellen sind unbesetzt und zahlreiche Trucker treten in den nächsten 10 Jahren den wohlverdienten Gang in die Rente an. Viele Speditionen arbeiten nun daran, das Berufsbild attraktiver zu machen. Doch welche Voraussetzungen sind zu beachten, um sich hinter das Steuer setzen zu können?

Gesetzliche Anforderungen: Der Lkw-Führerschein ist zwingend erforderlich

Für ein Fahrzeug mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen braucht es in Deutschland eine eigene Lenkberechtigung. Der klassische Pkw-Führerschein ist dann nicht mehr ausreichend. Die Klasse C ist also eine Grundvoraussetzung für den Job als Lkw-Fahrer. Dabei kann es sich lohnen, dem Berufswunsch bereits möglichst früh nachzugehen. Denn grundsätzlich darf der Lkw-Führerschein in Deutschland erst mit 21 Jahren erworben werden. Einzige Ausnahme: die Lenkberechtigung wird im Zuge einer Ausbildung gemacht. Dann darf man bereits mit 18 Jahren zur Prüfung antreten. Zudem übernimmt der Ausbildungsbetrieb meist die anfallenden Kosten. Inklusive Fahrstunden und Prüfung fallen hier nämlich schnell einmal zwischen 2.000 und 2.500 Euro an. Speditionen und Co. können die anfallenden Kosten gewinnmindernd in die Buchhaltung aufnehmen. Eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer lohnt sich aber auch, weil viele deutsche Unternehmen einen modernen Fuhrpark zur Verfügung stellen. Von der betrieblichen Zusammenarbeit mit iCompario profitieren letzten Endes auch die Fahrer. Das ist vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels besonders wichtig. Denn es gibt deutlich mehr offene Stellen als Bewerber. Dadurch sind viele Betriebe gezwungen, den Job als Lkw-Fahrer attraktiver zu gestalten.

Fernfahrer sind gesucht: Es gibt aber auch andere Job-Möglichkeiten

Lkw-Fahrer sind häufig auf der Autobahn unterwegs, nur selten zu Hause und müssen auf Parkplätzen übernachten. Das trifft auf das Berufsbild zu, wenn man sich am Klischee des Fernfahrers orientiert. Wenn Trucker in ganz Europa unterwegs sind, stimmt das größtenteils auch. Ein Grund, warum sich viele Berufsanwärter eventuell doch noch nach einem anderen Job umsehen. Doch Lkw-Fahrer zu sein, kann auch ganz anders aussehen. Vor allem in der Nahzustellung verbringen Fahrer die Nächte in den meisten Fällen zu Hause. Man verlässt morgens das Haus und kommt abends wieder in die eigenen vier Wände. Auch in diesem Bereich werden derzeit in vielen Betrieben händeringend neue Fahrer gesucht. So lassen sich Familie und Job wesentlich leichter in Einklang bringen. Zudem bieten viele Speditionen die Möglichkeit, zwischen Überlandfahrten und Nahzustellung zu wechseln. Das kann vor allem für Singles interessant sein, die später einmal eine Familie gründen möchten.

Fahrtauglichkeit muss regelmäßig getestet werden

Nach dem Erwerb des Lkw-Führerscheins müssen Berufskraftfahrer alle fünf Jahre ihre Fahrtauglichkeit unter Beweis stellen. Diese wird im Zuge einer ärztlichen Untersuchung überprüft. Dabei werden Reaktionsfähigkeit, Sehstärke und Hörvermögen überprüft. Aber auch die psychische Verfassung wird auf die Probe gestellt. Nach erfolgreicher Untersuchung kann die Gültigkeit des Führerscheins für 5 Jahre erweitert werden. Der Gang zum Arzt wird in der Regel vom Arbeitgeber bezahlt und findet während der Arbeitszeit statt. Lkw-Fahrer über 60 müssen dann sogar alle zwei Jahre zur Untersuchung. Lkw-Fahrer dürfen in vielen Ländern Europas zudem keinen Alkohol am Steuer konsumieren. Anders als beim Pkw gilt häufig eine Promillegrenze von 0,1. Doch auch in der Freizeit ist Alkohol am Steuer nie eine gute Entscheidung. Droht ein Führerscheinentzug, gilt das auch für die Lkw-Lenkberechtigung. Damit verbunden besteht das große Risiko eines Jobverlustes, wenn die Lenkberechtigung während der Arbeitszeit oder in der Freizeit entzogen wird.

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Melanie Weber
Melanie Weber, eine preisgekrönte Schriftstellerin und Journalistin, hat ihre Karriere stets von einer einzigartigen Leidenschaft für die literarische Welt geleitet. Geboren und aufgewachsen in München, Deutschland, hat sie sich von frühester Kindheit an in den facettenreichen Reichtum von Sprache und Text verliebt.Nach dem Abschluss eines Bachelor-Studiums der Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und einem Master-Studium in Kreativem Schreiben an der Universität Oxford, begann sie als freiberufliche Journalistin für diverse renommierte Magazine und Zeitungen, darunter Die Zeit und Der Spiegel. Ihre Artikel zeichnen sich durch tiefe Einblicke, scharfsinnige Analysen und ihr ausgeprägtes Gespür für menschliche Geschichten aus.